Wie kommt Ökostrom zu mir nach Hause?

Wie kommt Ökostrom zu mir nach Hause?

Immer mehr Stromverbraucher interessieren sich für Fragen zur Stromherkunft und wie denn sauberer Strom zu ihnen nach Hause kommt. Manche vermuten auch, dass für die Versorgung mit Ökostrom eine neue Leitung vom Kraftwerk in ihre Wohnung gelegt werden muss. All diese Mutmaßungen sind weit von der Realität entfernt. Um die Stromversorgung einfach und verständlich zu erklären, haben sich einige Stromanbieter das Modell Stromsee ausgedacht.



Der Stromkunde sollte sich die Energieversorgung als einen Stromsee vorstellen. Auf der einen Seite sind die Produzenten, die den See füllen. Und auf der anderen Seite sind die Verbraucher, die sich an der eingefüllten Energie bedienen. Mit dem Begriff Stromsee ist das Stromnetz gemeint, das immer unter Spannung steht, also immer Strom zur Entnahme bereit hält. Dieser Stromsee wird mit all dem Strom gefüllt, den die Verbraucher bei einem der fast 1000 Anbieter bestellen. Diese Energie kommt überwiegend aus Quellen wie Kohle, Gas und Ölkraftwerken beziehungsweise aus Atomkraftwerken, aber auch regenerativen Energien.

Dieser Strom fließt nun in den Stromsee, der aufgrund des Mischungsverhältnisses momentan ziemlich "verschmutzt" ist. Will jetzt ein Verbraucher daran etwas ändern, wechselt er zu einem unabhängigen Ökostromanbieter und kauft dort "sauberen" Strom. Dieser wird vom Stromanbieter in den Stromsee eingespeist und alle Verbraucher bekommen daraus zunächst den gleichen physischen Strom. Je mehr Verbraucher aber sauber erzeugten Strom bestellen um so mehr verändert sich der Stromsee, weil ja immer mehr "sauberer" Ökostrom eingespeist wird. Das Mischungsverhältnis wird positiv verändert und damit gleichzeitig die Luftqualität. Der CO2 Anteil wird drastisch gesenkt und damit auch der Treibhauseffekt reduziert. Ein sauberer Stromsee ist für die Menschen genauso gut wie sauberes Wasser für die Fische.

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